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Apotheken-Veterinär-Umsatz

 

ZUSAMMENFASSUNG

Über Apotheken gelangen jährlich Arzneimittel + Impfstoffe für 200 Mio.
EURO an lebensmittelliefernde Tiere.

100 Mio. davon möglicherweise ohne Einhaltung der Dokumentationspflicht -
hochgerechnet auf der Basis einer Studie der Bezirksregierung Arnsberg.
Danach wären ca. 25 % aller Abgabearzneimittel außer Kontrolle! -
Weitere 50 % werden von Tierärzten legal abgegeben

• 200 Mio. EURO sind zwar nur ca. 1% vom Apothekenge-
samtumsatz. Da Tierärzte (Großtierpraxis) aber nur für
weitere 250 Mio. Medikamente und Impfstoffe abgeben
oder verbrauchen, beeinflussen Apotheken u.U. fast
50% der deutschen Fleischproduktion.

• Alle von uns befragten Experten bezweifeln, daß sich
Tierärzte bei einem Medikamentenvolumen von 200
Mio. EURO nur mit der Berechnung der Rezeptgebühr
begnügen. Allerdings: TAMNOG begünstigt das.

• Unsere Untersuchung legt den Schluß nahe, daß es sich
bei dem Veterinärumsatzvolumen der Apotheken zum
größten Teil um Eigenproduktionen handelt, die nach Be-
zug der Einzelkomponenten entsprechend gemischt und
abgegeben werden.


BEWEISLAGE

Ans Licht kam das Potential durch die Analyse der Umsatzsteigerungsraten von
Apotheken
: Erstaunlicherweise korrelieren diese mit Viehzahlen ca. viermal
so stark
wie mit den “Humanfaktoren“ Einwohner, Senioren, Ärzte etc.

Ausgangspunkt war ein Kreis mit 100 Apotheken, wo sich der Umsatz
zwischen 1992 und 1999 mehr als verdoppelt hat. Gleichzeitig ist dieser Kreis von
den 9 größten Schweine-, den 8 größten Legehennen- und von 5 der 20 größten
Rindergebiete Deutschlands umgeben.
Daß dieser Zufallsbefund repräsentativ sein würde, war sensationell!


DIE 10 WICHTIGSTEN BELEGE



1.
Die Umsatzsteigerungsraten der Apothekenumsätze sind ausgerechnet
in Gebieten mit hohem Nutztieranteil am höchsten -
Maximum: 126% Steigerung (mehr als eine Verdoppelung)!

2.
Im Einzugsgebiet der 30 Kreise mit den höchsten Umsatzsteigerungs-
raten
sind ca.:
50 % aller Kreise - und logischerweise auch
50 % aller Einwohner, 50 % der Ärzte, 50 % der Senioren etc. - a b e r:

3.
• über 80% aller Schweine (Legehennen: 80%; Rinder: 70%)
75% der TOP-100-Schweinegebiete (Legehennen: 73%; Rinder: 79%)
80% aller überdurchschnittlichen Umsatzsteigerungsraten

4.
Die Tierärzte im Großtierbereich schöpfen im Untersuchungsgebiet nur zu
42% ihr Potential aus.
Entsprechend stark profitieren dort die Apotheken auf Kosten der Veterinäre.

5.
Da verwundert die Klage von Tierärzten nicht, daß Apotheken auch verschrei-
bungspflichtige Medikamente an Tierhalter ohne Rezept abgeben sollen
(VET Impulse 24 / 2001).


6.
Außerhalb des Einzugsgebiets der 30 Kreise mit den höchsten Umsatz-
steigerungsraten
liegen diese - von 2 Ausnahmen abgesehen - nirgends
über 30% - Immerhin befindet sich hier u.a. das gesamte Ruhrgebiet!
Gleichzeitig enthält auch dieses Gebiet 50% aller Kreise.

7.
Raten über 33% sind also nur durch die Veterinärfaktoren erklärbar!

8.
Wie wenig normalerweise Umsatzsteigerungsraten vom Durchschnitt ab-
weichen, zeigt der historisch einmalige Wachstumsmarkt in den neuen Län-
dern:
Hier beträgt die maximale Steigerungsrate 79%. Gegenüber dem Durchschnitt
von 56% sind das nicht einmal 25% absolute Abweichung - der entsprechende
Wert in den alten Ländern liegt jedoch bei über 100% absoluter Abweichung!

9.
Überraschend sind die Ergebnisse in den neuen Ländern auch in anderer
Hinsicht: Hier ergeben sich für einen Veterinär-Arzneimittelmarkt über Apo-
theken keinerlei Anhaltspunkte!


• Im Einzugsgebiet der höchsten Umsatzsteigerungsraten
kommen auf ca. 50% Einwohner auch ca. 50% Schweine
und nicht etwa 87% wie in den alten Ländern.
• Die Apotheken-Durchschnittsumsätze liegen um ca.
eine viertel Mio. EURO über denen der alten Länder.

10.
Die Notwendigkeit von Zusatzeinnahmen ist in den alten Ländern extrem
hoch!


• Die Durchschnittsumsätze sind extrem niedrig
• 40 % der Apotheken schreiben rote Zahlen
• Die Umsatzrenditen der Apotheken liegen unter 1%